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Der brutale Tod der Wale
16.06.2010

Machen Sie sich stark: Die Wale brauchen Sie

Eine gefährliche Doppelbedrohung steht den Walen diesen Monat bevor: Zum einen ist die norwegische Walfangsaison in vollem Gange, zum anderen diskutiert die internationale Walfangkommission (IWC) einen wahrscheinlich katastrophalen Kompromissvorschlag. Die Umsetzung dieses „Kompromisses“ könnte die Rückkehr des kommerziellen Walfangs bedeuten. Auch der Deutsche Bundestag lehnt den Vorschlag ab und will sich für einen konsequenten Walschutz in der EU und der IWC einsetzen.

 

 

Ein Schritt in die falsche Richtung

Ende Juni findet die jährliche Sitzung der internationalen Walfangkommission (IWC) statt. Beim diesjährigen Treffen soll ein sogenannter „Kompromissvorschlag“ zwischen den Walfangbefürwortern und -gegnern diskutiert werden.

Eine Umsetzung dieses Kompromisses würde den Walfangnationen ihre grausame Jagd gewissermaßen legitimieren und einen enormer Rückschritt für den Tier- und Naturschutz bedeuten. Würden die IWC-Mitglieder zu seinen Gunsten entscheiden, unterschrieben sie praktisch das Todesurteil für fast 13.000 Wale im Laufe der nächsten zehn Jahre.

Obwohl die großen Walfangnationen – Island, Norwegen und Japan – das international vereinbarte Walfangverbot regelmäßig brechen, würde dieser Vorschlag die Zahl der getöteten Wale insgesamt nicht nennenswert verringern. Mit seiner Umsetzung laufen die IWC-Staaten vielmehr Gefahr, weiteren Staaten den Weg zu diesem überholten und unnötigen Gewerbe zu ebnen. Anderen Walfangbefürworter – wie Russland oder China – würde es wieder erlaubt werden, selbst Walfang zu betreiben.

Lesen Sie hier mehr über den gefährlichen Kompromiss>>

IWC verfehlt das Ziel

Dieser Vorschlag der IWC macht deutlich, wie weit sie von modernen Werten entfernt ist – dass es extrem unmenschlich ist, Wale mit explodierenden Harpunen abzuschießen, übersieht sie ganz einfach.

Zusätzlich benachteiligt der Kompromissvorschlag die Walfanggegner: Wird der Vorschlag der IWC angenommen, werden die Steuerzahler von Anti-Walfang-Nationen den kommerziellen Walfang quasi mitfinanzieren. Denn die Kosten für das neue Regelwerk müssen alle Mitgliedstaaten tragen, nicht nur jene Walfangnationen, die davon profitieren.

 

Unterschreiben Sie unsere Norwegen Petition

Norwegen ist einer von nur drei Staaten, die gegen das internationale Walfangverbot verstoßen. Damit verspielt es seinen guten Ruf, eine fortschrittliche Nation zu sein, die sich um den Tierschutz sorgt.

Indem Sie unsere Petition unterschreiben, zeigen Sie den norwegischen Parlamentsmitgliedern, dass Sie den grausamen und unnötigen Walfang ablehnen.

Ohne Ihre Hilfe werden dieses Jahr wieder über 1.200 Minkwale durch explodierende Harpunen und Gewehrschüsse sterben. Wir müssen Norwegen JETZT klar machen, dass das vollkommen unakzeptabel ist.

Bitte helfen Sie uns, indem Sie unsere Petition unterschreiben>>

Lesen Sie hier mehr über unseren Einsatz gegen den Walfang>>

Walfang: Ein unermessliches Leid für die Tiere

Die WSPA verwendet die modernsten wissenschaftlichen Methoden, um zu zeigen, dass es keine humane Methode gibt, Wale auf hoher See zu töten. Aus diesem Grund sind wir davon überzeugt, dass der kommerzielle Walfang endgültig verboten werden sollte.

 

Leben unter Wasser

Bisher wissen wir noch sehr wenig über das Verhalten von Walen unter Wasser. Jedoch haben die bisherigen Forschungsergebnisse gezeigt, dass viele Walarten über komplexe soziale Verhaltensmuster und Kommunikationsmöglichkeiten verfügen.

Ihre Fähigkeit des kulturellen Lernens wird zum Beispiel durch die Gruppengesänge männlicher Buckelwale demonstriert, die sich im Laufe von Monaten und Jahren immer weiter entwickeln.
Tatsächlich ist das Gehirn einiger Walarten in Bezug auf ihre Struktur und Komplexität jenem der höher entwickelten Primaten, einschließlich der Menschen, sehr ähnlich.


Was uns miteinander  verbindet, ist der Mutterinstinkt. Wale habe eine sehr enge Beziehung zu ihren Jungen. Man hat zum Beispiel beobachtet, dass Grönlandwale ihre Jungen auf dem Rücken tragen.

In Bezug auf ihr Verhalten gibt es noch sehr viel zu entdecken. Man hat inzwischen auch nachgewiesen, dass Wale, die gejagt werden, extremen Belastungen und Schmerzen ausgesetzt sind.

 

Ein brutaler Tod

Wale, auf die Jagd gemacht wird, sterben einen grausamen Tod. Selbst heutige Fangmethoden, die sich in den letzten 100 Jahren kaum verändert haben, fügen den Walen ein langes und schreckliches Leiden zu.

Es beginnt häufig mit einer stundenlangen Hetzjagd, durch die der Wal allmählich erschöpft wird. Sobald er in Schussweite ist, feuern die Jäger eine Explosionsharpune auf ihn ab. Diese dringt bis zu einer Tiefe von 12 Zoll in den Körper des Wals ein, bevor sie detoniert.
Die unruhige See, die Bewegungen des Wals und das Schlingern des Bootes machen einen gezielten tödlichen Schuss fast unmöglich.

Selbst wenn ein gezielter Schuss gelingt, tötet die Harpune den Wal selten auf der Stelle. Stattdessen verursacht sie einen massiven Schock und schwere Verletzungen. Den ungezielten Schüssen folgt ein weiteres Beschießen mit Harpunen und Gewehren. Die Jäger hieven dann das verletzte Tier auf ihr Boot. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch unklar, ob der Wal bereits tot ist. Er kann riesige Mengen an Sauerstoff speichern und alle Organe bis auf die wichtigsten abschalten.

Die Internationale Walfangkommission ist der Meinung, dass die Kriterien der Walfänger zur Beurteilung des genauen Todeszeitpunkts unzureichend sind. Das bedeutet, dass der Wal auch dann noch Schmerzen empfinden kann, wenn er als tot gilt.

Die Walfänger behaupten häufig, dass die Wale innerhalb von zwei Minuten sterben. Die WSPA verfügt über Beweise, dass der Todeskampf mehr als eine Stunde andauern kann.


 
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