ich heiße Babou und komme aus Frankreich, mein Beruf ist Assistenzhund und ich möchte Euch ein bisschen von mir erzählen.
Bereits mit 8 Wochen habe ich an 6 verschiedenen Tests teil genommen, die zeigen sollten, ob ich für diesen anspruchsvollen Beruf geeignet bin. Ich bestand die Test und habe allen Anforderungen gerecht werden können. Im Schnitt besteht nur 1 Hund von 10 diesen Test.
Meine Ausbildung dauerte 2 Jahre. 20% meiner Kollegen haben den Abschluss nicht geschafft. Entweder hatten sie dann doch nicht den richtigen Spaß bei der Sache oder waren nicht sanft genug. Ein Assistenzhund muss mit Spaß an seine Arbeit gehen, sonst wird er damit nicht glücklich oder verweigert dann einfach seinen Job. Es sollte kein Hund gezwungen werden.
Als ich dann mit meiner Ausbildung war, trafen auch schon bald die ersten Bewerber für mich ein. Ihr müsst wissen, dass wir Hunde uns den Menschen aussuchen und nicht umgekehrt.
Im Dezember 2007 kamen die Bewerber, hauptsächlich aus Frankreich aber auch aus Deutschland, Luxemburg, Belgien und so gar aus der Karibik.
Siekamen zu uns in die Bretagne nach Alencon und Ihr müsste nicht denken, dass sie zu uns dann nach unseren Näschen aussuchen können, einpacken und dann mitnehmen dürfen.
Es folgte für die Leute ein 2-wöchiger Lehrgang, der den ganzen Tag andauerte, vollgepackt mit Theorie und Praxis.
Der Bewerber lernte ca. 13 von uns kennen und muss ca. 50 Kommandos auf französisch lernen
In den ersten 3 Tagen wurden uns immer mal wieder Menschen vorgestellt mit denen wir einfach nur am Rollstuhl nach und links gehen. Man schaut einfach nur wir Mensch und Hund harmonisieren. 6 Ausbilder machen sich dazu getrennt von einander ihre Notizen.
Ich werde nie den zweiten Tag vergessen, als ich einen Raum betrat und gespürt hatte, dass dort ein besonderer Mensch unter all den anderenin seinem Rollstuhl auf mich wartet. Als ich mich kurz umschaute, sah ich ihn auch schon. An seiner Seite wollte ich mein Leben verbringen. Einige Bewerber sind dann mit mir hin und her gegangen, ich war aber nicht bei der Sache und wollte nur „ihn „. Ich hatte ihn nicht mehr aus den Augen gelassen. Als er dann endlich an der Reihe war, ging es mir gut. Ich folgte jedem Richtungswechsel und blieb nah an seinem Rolli. Danach trennte man mich wieder von ihm
Nach dem ich 2 Nächte geschlafen hatte, kam der Tag der Zuweisung. Jeder Hund sollte nun zu dem Menschen kommen, für den er von nun an Tag und Nacht da sein durft.
Mein Wunsch hatte sich erfüllt und ich kam zu „Andy“ dem Mensch, den ich mir ausgesucht hatte. Er schien meine Zuneigung schon am ersten Tag zu erwidern und nun bei unserem 2. Wiedersehen war ich mir sicher.
Von diesem Zeitpunkt an, waren wir 24 Stunden am Tag zusammen.
Nun sind wir schon 1 Jahr ein Team und wir sind sehr glücklich. Es macht mir viel Freude zu arbeiten. Wenn es eine zeitlang nichts zu tun gibt una Andi mich nicht beschäftigt, beschäftige ich ihn,ich hole einfach irgend etwas aus dem Schrank oder das Telefon, auch wenn es nicht geklingelt hat. Ich brauche meine Arbeit
Wenn ich meine Arbeitskleidung trage, bin ich offiziell im Dienst und bin dann nur für meinen Menschen da, ich bleibe an seinem Rolli und. lasse mich nur ungern von anderen Menschen ansprechen und reagiere auch nicht auf meine Artgenossen, auch das Schnuppern spare ich mir dann ebenfalls. Die Weste erlaubt mir die Supermärkte von innen zu sehen. Welcher Hund darf das schon. J
In meiner Freizeit sind wir oft in der Feldmark unterwegs. Ich schnüffel, springe, schwimme, genauso wie die anderen Hunde und wenn ich dann meinen Kumpel Vercors treffe, geht es so richtig zur Sache.
Mein Mensch ist sehr stolz auf mich und daher haben wir manchmal ehrenamtliche Auftritte Ich bekomme dann meine Weste an und wir zeigen was wir können. Das hat aber auch den Hintergrund, dass wir den Verein „Apporte“ mit unserer Leistung unterstützen möchten. Der Verein vermittelt meine französichen Artgenossen und hilft auch mit Spenden den ärmeren Leuten bei der Finanzierung eines ausgebildeten Hundes. Meine Ausbildung hat 13.000 Euro gekostet und nur durch die Hilfe des Vereins wird es manchen Leuten ermöglicht einen Assistenzhund in die Familie zu holen, denn auch in der Familie können wir z. B. bei einem behinderten Kind eine große Hilfe sein.
Ihr Menschen auf Tierdorf.de und Ihr Besucher, ich hoffe, Ihr konnten einen kleinen Einblick von meinem Leben gewinnen. Wenn Ihr noch etwas über mich erfahren möchtet oder über meinenAndy, wendet Euch bitte direkt an ihn. Ihr findet ihn hier auf Tierdorf.de unter Coco64.
Ich wünsche Euch allen ein gesundesLeben, genießt die Zeit, aber passt gut auf Euch und auch auf Eure Tiere auf